Influenza Grippewelle: Erkrankten-Zahlen sinken leicht, sind aber immer noch hoch
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27. Februar 2025, 17:59 Uhr
Der Höhepunkt der aktuellen Erkältungs- und Grippewelle scheint überschritten zu sein. Die Zahl der Erkrankten sinkt leicht, ist aber trotzdem noch höher als in den Vorjahren. Ein Ende der Welle ist noch nicht in Sicht.
Die aktuelle Grippewelle könnte ihren Höhepunkt überschritten haben, ist aber noch keineswegs zu Ende. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. So ist die Zahl der gemeldeten Fälle in der Woche vom 17. bis zum 23. Februar im Vergleich zur Vorwoche leicht gesunken. Dennoch ist das Niveau an Krankheitsfällen nach wie vor hoch. Wie in den Vorwochen dominiere die starke Zirkulation von Influenzaviren das gesamte Geschehen bei den Atemwegserkrankungen, schreibt das RKI im aktuellen Wochenbericht.
Influenza-Typ B dominiert weiter
In der achten Kalenderwoche des Jahres (17. bis 23. Februar) wurden wieder überwiegend Viren vom Influenza-Typ B nachgewiesen. Laut RKI wurden im Nationalen Referenzzentrum (NRZ) in insgesamt 228 der 265 eingesandten Proben respiratorische Viren identifiziert. Von den nachgewiesenen Influenzaviren waren 60 Prozent vom Typ B und 40 Prozent vom Typ A. Auch im deutschen Abwasser lässt sich diese Tendenz feststellen, dass Typ B mittlerweile Typ A als dominierenden Influenza-Typ abgelöst hat. Im Abwasser ist allerdings, anders als bei den Patienten, noch kein Rückgang der absoluten Zahlen zu sehen.
Zahlen bei 15- bis 34-Jährigen steigen
Die Inzidenz bei den schweren akuten respiratorischen Infektionen ist in der Altersgruppe der Kleinkinder (0 bis 4 Jahre) stabil geblieben – und blieb bisher auch unter den Höchstwerten des Vorjahres. In der Altersgruppe der Schulkinder jedoch (5 bis 14 Jahre) ist die Inzidenz zwar leicht gesunken, lag aber weiterhin deutlich über den Werten aus den beiden Vorsaisons. Bei den 15- bis 34-Jährigen sind die Fallzahlen nach dem deutlichen Rückgang in der Vorwoche nun wieder stark gestiegen und lagen laut RKI auf einem hohen Niveau. In den Altersgruppen ab 35 Jahren gingen die Fallzahlen zurück und lagen etwas über den Werten des Vorjahres um diese Zeit.
Krankenkasse bietet Grippe-Hotline an
Für Fragen rund um Influenza bietet die Barmer-Krankenkassen allen Bürgerinnen und Bürgern kostenlose Beratungsgespräche am Telefon an. Die Hotline sei täglich von 6 bis 24 Uhr unter der Rufnummer 0800 84 84 111 erreichbar. Der Teledoktor kann laut Barmer zum Beispiel darüber aufklären, wie sich eine Grippe von anderen Krankheiten unterscheidet und was im Krankheitsfall am besten zu tun ist.
dpa, ens, rr, flo
Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | 17. Februar 2025 | 13:13 Uhr
klaus.kleiner77 vor 5 Tagen
Leider unterbleibt es wie immer, dass MDR Wissen online entsprechende Daten und Zahlen miteinander vergleicht und es so unterlässt Rückschlüsse zu ziehen!
emlo vor 6 Tagen
@Taf73: Glauben Sie von mir aus was Sie wollen, aber mich hat ganz sicher niemand "hinter die Fichte geführt". Ich hatte noch nie irgendwelche Schwierigkeiten mit Impfungen, auch mit der Corona-Impfung nicht. Gegen Grippe lasse ich mich schon seit Jahrzehnten impfen.
MDR-Team vor 6 Tagen
@Ilse
Jedenfalls ist eine einzelne Person sowieso kein Beweis für irgendeine Vermutung. Dazu müssten schon deutlich mehr Menschen intensiv untersucht werden, inklusive einer Kontrollgruppe.
LG, das MDR-WISSEN-Team