Nachrichten Süd-Thüringen um 08:00 Uhr
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Suhl: Belegung der Flüchtlingsunterkunft deutlich zurückgegangen
Die Zahl der Bewohner in der Flüchtlingsunterkunft auf dem Suhler Friedberg ist deutlich zurückgegangen. Wie Suhls Oberbürgermeister André Knapp (CDU) am Mittwochabend im Stadtrat sagte, leben derzeit nur noch 174 Menschen dort. In Spitzenzeiten waren es über 1.000 Bewohner, die Unterkunft war damit völlig überbelegt. Es kam immer wieder zu Streit und Sachbeschädigungen. Etliche Feuerwehr und Polizeieinsätze waren die Folge. Knapp begründet die niedrige Belegungszahl damit, dass derzeit wenige Flüchtlinge ankommen und mehr in die Städte und Gemeinden verteilt werden. Die Flüchtlingsunterkunft auf dem Friedberg war lange Dauerthema in der Stadt. Im nächsten Jahr soll sie geschlossen werden.
Lauscha: Entscheidung zu Christbaumkugel vertagt
Der Stadtrat von Lauscha (Kreis Sonneberg) hat eine Entscheidung zur Übernahme der begehbaren Christbaumkugel vertagt. Wie Bürgermeister Christian Müller-Deck MDR THÜRINGEN sagte, wurde das Thema zurück in den Hauptausschuss verwiesen. Im Übernahmevertrag müssten noch technische Details angepasst werden. Nun soll der Stadtrat am 15. April eine Entscheidung treffen - für den Tag ist eine Sondersitzung geplant. Die begehbare Christbaumkugel wurde, wie sechs weitere Skulpturen, vom Regionalverbund Thüringer Wald gebaut. Nun soll sie in den Besitz der Stadt Lauscha übergehen. Instandhaltungs- und Reparaturkosten müssten damit aus der Stadtkasse gezahlt werden. Bürgermeister Müller-Deck befürwortet eine Übernahme nach eigenen Worten, die Christbaumkugel sorge für positive Reaktionen bei Gästen. Die Ausgaben seien aber nicht kalkulierbar. Sie seien davon abhängig, welche Schäden beispielsweise durch das Wetter entstehen. Der Vertragsentwurf sieht die Stadt 15 Jahre lang in der Pflicht. Dann läuft laut Müller-Deck der sogenannte Verwendungsnachweis aus. Er gilt für Projekte, die mit Fördermitteln bezahlt wurden. Insgesamt hat das Land in der Region sieben Skulpturen geschaffen und dafür knapp 2,5 Millionen Euro bezahlt. Die Städte Neuhaus am Rennweg, Steinach und Sonneberg haben ihre Figuren bereits übernommen. Auch dort gab es im Vorfeld kontroverse Debatten, weil hohe Kosten befürchtet wurden.
Neuhaus am Rennweg: Kontrolle über Pkw verloren
In Neuhaus am Rennweg (Landkreis Sonneberg) hat ein Mann die Kontrolle über sein Auto verloren und erheblichen Sachschaden angerichtet. Wie die Polizei mitteilte, geriet der 84-Jährige am Dienstag mit seinem Wagen zunächst in den Gegenverkehr und touchierte danach ein vor ihm fahrendes Auto. Danach stieß der Pkw gegen einen Blumenkasten und zwei weitere Autos. Zwei Menschen wurden leicht verletzt. Die genaue Schadenshöhe muss ermittelt werden. Hintergrund der Unfallserie waren offenbar gesundheitliche Probleme. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung.
Sonneberg: Motorrad-Fahrverbot scheitert offenbar doch nicht an Schildern
Das Fahrverbot für Motorräder zwischen Sonneberg und Schauburg an der Landesgrenze zu Bayern scheitert aktuell nicht an mangelnden Schildern. Darauf hat das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr (TLBV) hingewiesen. Die Landesbehörde widersprach damit der Polizei Sonneberg. Die hatte MDR THÜRINGEN zu Wochenbeginn mitgeteilt, dass die Schilder zurzeit nicht verfügbar seien. Es handele sich um einen fachlichen Dissens, nicht um ein Beschaffungsproblem, korrigierte nun das Verkehrsamt. Es gebe einfach noch Abstimmungsbedarf mit den Verantwortlichen vor Ort. Deshalb sei es nicht möglich, eine rund 20 Kilometer lange Umleitung kurzfristig zu beschildern. Der Landkreis Sonneberg hatte auf der Landstraße ein Wochenend- und Feiertags-Fahrverbot für Motorräder ab Anfang April durchgesetzt und das in der vergangenen Woche angekündigt. Es sollte sofort in Kraft treten. Mit dem Verbot will die Polizei illegale Motorradrennen eindämmen. Das Verbot soll bis Ende Oktober gelten. Auf der kurvigen Strecke zwischen Jagdshof und Schauberg war es immer wieder zu schweren Unfällen gekommen. Laut Landratsamt nutzen Motorradfahrer die gut ausgebaute Straße als inoffizielle Teststrecke und ignorieren dabei die Straßenverkehrsregeln. Zudem würden die vielen Unfälle die Freiwilligen Feuerwehren der umliegenden Orte belasten, heißt es aus dem Landratsamt.
Ilmenau: TU erfolgreichs bei internationalem Wettbewerb
Die TU Ilmenau hat bei einem internationalem Wettbewerb überzeugt. Wie ein Sprecher mitteilte, ging es um das sogenannte Quantencomputing - ein Forschungsgebiet, das sich mit der Entwicklung von speziellen Rechnern beschäftigt. Den Angaben nach hatten Teams aus 13 Ländern ihre Forschungsberichte eingereicht. Das Ilmenauer Team belegte mit einer besonderen Rechenmethode den zweiten Platz. Diese kann bei der Verarbeitung von Signalen zum Einsatz kommen, zum Beispiel in der Luft- und Raumfahrt, der Automobilindustrie oder bei der Analyse von Fußgängerströmen. Es gab ein Preisgeld von fast 28.000 Euro. Das Preisgeld ermöglicht den Forschern die Teilnahme an wissenschaftlichen Konferenzen, wo sie ihre Arbeit international präsentieren können, wie es hieß.