Fußball | Bundesliga "Wir bleiben ambitioniert" - RB Leipzig verlängert mit Cheftrainer Marco Rose
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19. Juni 2024, 11:09 Uhr
Marco Rose hat den Spekulationen um seine Zukunft bei RB Leipzig ein Ende gesetzt - und seinen Vertrag als Cheftrainer vorzeitig um ein Jahr verlängert.
Wie der Bundesligist am Mittwoch (19. Juni 2024) mitteilte, unterschrieb der 47-Jährige ein neues Arbeitspapier bis Sommer 2026. Sein ursprünglicher Vertrag wäre nach dem Ende der kommenden Spielzeit ausgelaufen.
"Ich komme von hier und fühle mich wohl"
"Ich freue mich, dass wir zusammen weitermachen", wird in Rose in einer offiziellen Pressemitteilung zitiert. "Ich komme von hier und fühle mich wohl in der Stadt und der Region. Es macht sehr viel Spaß mit meinen Jungs, mit dem Staff, mit allen Mitarbeitern im Verein und natürlich auch mit unseren Fans."
Sportdirektor Rouven Schröder, der in Kürze mit Marcel Schäfer als Sportvorstand einen neuen Vorgesetzten bekommen soll, war inmitten der Saisonplanungen erleichtert: "Zu diesem Zeitpunkt Klarheit in der Trainerfrage zu haben, hilft uns auch im Hinblick auf andere, wichtige Personalien." Die Gespräche mit Rose "waren von gegenseitiger Wertschätzung und vor allem einer transparenten Analyse der abgelaufenen Saison geprägt."
Rose liefert seit Amtsbeginn
Rose hatte sein Amt in Leipzig im September 2022 angetreten. Gleich in seinem ersten Jahr führte er RB zur Titelverteidigung im DFB-Pokal und gewann den Supercup. Auch das primäre Saisonziel, die Champions-League-Qualifikation, konnte er stets erfüllen. Dort schied man im März im Achtelfinale nur knapp gegen den späteren Sieger Real Madrid aus.
Die abgelaufene Bundesliga-Spielzeit hatte RB unter Rose auf Rang vier beendet und nur knapp die Einstellung des Punkterekords von 67 Zählern aus der Premierensaison unter Ralph Hasenhüttl verpasst. Mit 53 Siegen in 86 Pflichtspielen hat er mit einem Punkteschnitt von 2,01 aber die beste Bilanz aller bisherigen Bundesliga-Trainer von RB.
Rose fordert "Kontinuität"
Zuletzt hatte es immer wieder Spekulationen um Rose gegeben. Unter anderem sollte der italienische Spitzenklub AC Mailand an ihm interessiert gewesen sein. Dass Rose seine Zukunft in seiner Heimatstadt Leipzig sieht, hatte er zwar immer wieder betont, seinen Verbleib aber auch von einer kontinuierlichen Entwicklung im Verein abhängig gemacht. "Es braucht Kontinuität. Wir brauchen eine Hierarchie. Die Spieler müssen sich auf etwas verlassen können", hatte Rose Mitte Mai gefordert und damit auch auf die laufende Transferperiode hingedeutet.
Grundgerüst der Mannschaft steht
Im vergangenen Sommer hatten zahlreiche Leistungsträger RB verlassen. Aktuell deutet alles darauf hin, dass das Grundgerüst der Mannschaft beisammen bleibt. Mit Kapitän Willi Orban, Torwart Peter Gulacsi und Mittelfeldspieler Kevin Kampl haben bereits drei tragende Säulen ihre Arbeitspapiere verlängert. Zudem bekannte sich das umworbene Sturm-Juwel Benjamin Sesko kurz vor der Europameisterschaft zu RB. Lediglich die Leihe von Shootingstar Xavi Simons endet im Sommer. Dessen Zukunft und die von Spaniens Dani Olmo sollen nach der EM geklärt werden.
Wir spüren, dass noch mehr geht und wir auch immer mehr wollen.
"Der Verein, arbeitet im Hintergrund daran, dass wir wieder eine schlagkräftige Truppe aufstellen", erklärte Rose nun im Rahmen seiner Vertragsverlängerung. "Wir spüren, dass noch mehr geht und wir auch immer mehr wollen. Wir sind ambitioniert, wir bleiben ambitioniert und schauen gemeinsam nach vorne."
Vor seiner Zeit in Leipzig hatte Rose in der Bundesliga Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach trainiert. Als aktiver Spieler absolvierte er für den VfB Leipzig, Hannover 96 und Mainz 05 mehr als 180 Partien in der 1. und 2. Bundesliga.
SpiO/pm
Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR AKTUELL | 19. Juni 2024 | 17:45 Uhr
Quentin aus Mondragies vor 37 Wochen
Alles andere wäre ja Mist gewesen. Jetzt noch Xavi oder Olmo behalten. Beide wird wohl nix werden. Wobei, wenn Olmo und Xavi weiter bei der EM so performen...
nasowasaberauch vor 37 Wochen
Die letzte Saison hat gezeigt wie lange es dauert in einer stark veränderten Mannschaft Automatismen einzustudieren. Mehr Kontinuität könnte helfen, aber RB ist nach wie vor ein Sprungbrett in diesem Geschäft und bis fertige Unterschiedsspieler unbedingt für RB spielen wollen, ist noch ein weiter Weg.
SitBull vor 37 Wochen
Beileid zu 5 Millionen Jahresgehalt? Damit kommt man doch gut klar. Ich freue mich für Rose, RB Leipzig und mich als Begleiter, da ich weiterhin guten Fußball sehen werde.