Algenschaum am Strand der stuermischen Ostsee.
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In Leichter Spache An den Stränden in Deutschland sind Chemikalien im Meeres-Schaum drin

17. März 2025, 16:02 Uhr

Im Norden von Deutschland gibt es zwei Meere.
Das sind:
    • die Nord-See
    • und die Ost-See.
Dort haben Forscher von der Umwelt-Gruppe Greenpeace
Untersuchungen gemacht.
Greenpeace wird so aus-gesprochen: Grien pies.

Die Forscher waren dabei an mehreren Orten.
An der Nord-See waren das die Strände
    • auf der Insel Norderney,
    • auf der Insel Sylt,
    • und auf der Halb-Insel Eiderstedt.
An der Ost-See waren das die Strände
    • von Boltenhagen
    • und von Kühlungsborn.

An diesen Stränden haben die Forscher
den Meeres-Schaum vom Meer-Wasser genauer angeschaut.
Und sie haben Proben von dem Meeres-Schaum mitgenommen.
Die Schaum-Proben haben die Forscher dann in ein Labor gebracht.
Dort wurden sie genau untersucht.

Das haben die Forscher herausgefunden

Im Labor haben die Forscher die Schaum-Proben
nach Chemikalien untersucht.
Sie haben nach 31 besonderen Chemikalien gesucht:
Die vielleicht in dem Meeres-Schaum drin sind.
In den Schaum-Proben haben die Forscher
14 von den besonderen Chemikalien gefunden.

Die besonderen Chemikalien
werden PFAS-Chemikalien genannt.
Sie heißen auch: Ewigkeits-Chemikalien.
Das bedeutet:
Diese Chemikalien sind sehr lange in der Umwelt.
Sie lösen sich nur sehr schwer auf.
Und sie sind gefährlich
    • für die Menschen,
    • die Tiere
    • und die Natur.
Denn sie machen krank.

In allen Schaum-Proben haben die Forscher
PFAS-Chemikalien gefunden.
Die meisten PFAS-Chemikalien
waren in der Schaum-Probe aus dem Ort Kühlungsborn an der Ost-See.
Dort war die Menge von den PFAS-Chemikalien sehr hoch.
Die Menge war bei 160 tausend Nano-Gramm in einem Liter.
Etwas weniger PFAS-Chemikalien
waren in der Schaum-Probe von der Insel Sylt an der Nord-See.
Hier war die Menge bei 96 tausend Nano-Gramm in einem Liter.

Andere Länder haben Regeln zu den PFAS-Chemikalien im Meeres-Schaum

In anderen Ländern
gibt es genaue Regeln zu den PFAS-Chemikalien.
Zum Beispiel in dem Land: Dänemark.
Das Land Dänemark befindet sich auch
    • an der Nord-See
    • und an der Ost-See.
Im Land Dänemark gibt es einen Grenz-Wert
von den PFAS-Chemikalien in den Bade-Gewässern.
Dieser Grenz-Wert ist in Dänemark bei 40 Nano-Gramm in einem Liter.
Das heißt:
In den Bade-Gewässern in Dänemark
darf es nur eine sehr niedrige Menge von den PFAS-Chemikalien geben.
Wenn dieser Grenz-Wert überschritten ist:
Dann warnen die Behörden in Dänemark die Menschen.

Das sagt Greenpeace zu den Untersuchungen

In den Schaum-Proben aus Deutschland haben die Forscher
sehr viel höhere Mengen von den PFAS-Chemikalien gefunden.
Deshalb sagen die Umwelt-Schützer von Greenpeace:
    • In Deutschland gibt es noch keine Grenz-Werte
      für PFAS-Chemikalien in Bade-Gewässern.
    • Somit gibt es auch keine Grenz-Werte
      für den Meeres-Schaum im Meer-Wasser.

In Deutschland gibt es nur einen Grenz-Wert für Trink-Wasser.
Und der ist bei 100 Nanogramm in einem Liter.
Das heißt:
Im Trink-Wasser in Deutschland
darf es nur eine sehr niedrige Menge von den PFAS-Chemikalien geben.

Die Umwelt-Schützer von Greenpeace sagen auch:
Deutschland hat noch nicht genug
gegen die PFAS-Chemikalien unternommen.
In anderen Ländern warnen die Behörden
vor dem Meeres-Schaum.
Das ist so in den Ländern:
    • Niederlande,
    • Dänemark,
    • und Belgien.

In Deutschland warnen die Behörden nicht vor dem Meeres-Schaum.
Die deutschen Behörden
nehmen auch keine Proben von dem Meeres-Schaum.

Die Umwelt-Schützer von Greenpeace sagen auch:
Die deutschen Behörden sollen die Menschen
vor dem Meeres-Schaum warnen.
Und sie sollen sagen:
Die Menschen
sollen sich nach dem Kontakt mit Meeres-Schaum gründlich waschen.

Die Behörden im Bundes-Land Niedersachsen klären die Menschen schon auf

In dem Bundes-Land Niedersachsen
klären die Behörden die Menschen schon auf.
Das Bundes-Land Niedersachsen liegt an dem Meer: Nord-See.
Eine Behörde ist das Landes-Gesundheitsamt von Niedersachsen.
Das Landes-Gesundheitsamt hat in dem Jahr 2024
ein Info-Heft gemacht.
In dem Info-Heft steht:
Meeres-Schaum kann PFAS-Chemikalien enthalten.
Diese Chemikalien sind gefährlich.
Die Menschen sollen mit dem Meeres-Schaum:
    • nicht spielen,
    • nicht in den Mund nehmen
    • und nicht schlucken.

In dem Info-Heft steht auch:
    • Die Mengen von den PFAS-Chemikalien im Meeres-Schaum
      sind unterschiedlich.
    • Das ist an jedem Meeres-Strand unterschiedlich.
    • Und es ist auch zu den Uhrzeiten unterschiedlich.
    • Die Menschen können im Meer-Wasser baden.
      Dafür dürfen aber nur sehr geringe Mengen
      von den PFAS-Chemikalien im Meeres-Schaum sein.

Über dieses Thema schreibt der MDR auch in schwerer Sprache:
MDR AKTUELL | 03. Februar 2025 | 19:18 Uhr