Nahost-Konflikt 170 Menschen bei pro-palästinensischer Mahnwache in Jena

12. November 2023, 17:47 Uhr

In Jena haben am Sonntagnachmittag etwa 170 Menschen der palästinensischen Opfer im eskalierten Nahost-Konflikt in Gaza gedacht. Eine Rednerin sagte bei der Mahnwache, jeden Tag kämen in Gaza Zivilisten ums Leben. Es dürfe nicht sein, dass dieses Sterben im Alltag vergessen werde. Die Demonstranten riefen etwa "Free Palestine - Free Gaza". Auf dem Boden hatten sie eine Liste mit den Namen der Opfer in Gaza festgeklebt - so wie sie von der Gesundheitsbehörde in Gaza veröffentlicht worden war.

Pro-Palästina-Demo in Jena: Mehrere Plakate verboten

Die Demonstranten schwenkten auch palästinensische Fahnen. Auf Plakaten stand etwa "stop bombing". Mehrere Plakate durften auf Anordnung der Stadt Jena nicht gezeigt werden. Weil darauf etwa stand, dass der Terror in Gaza schon 1948 begann - also mit der Gründung des Staates Israel und der Vertreibung der Palästinenser. Ansonsten gab es Polizeiangaben zufolge bei der Veranstaltung keine Vorfälle.

Mahnwache Palästina Jena
Zugeklebte Münder sollen Demonstrationsteilnehmern zufolge ausdrücken, dass die Opfer nicht vergessen werden dürfen. Bildrechte: MDR/Wolfgang Hentschel

Stadt-Mitarbeiter überwachen arabischsprachige Redebeiträge

Die Stadt Jena hatte für die Mahnwache strenge Auflagen gemacht. Zum Beispiel durften keine antisemitischen Reden gehalten werden. Die Ansprachen wurden von einem arabisch sprechenden Mitarbeiter der Stadt überwacht.

Mahnwache Palästina Jena
Unter strengen Demonstrationsauflagen erinnerten 170 Menschen in Jena an im Gaza-Streifen getötete Menschen. Bildrechte: MDR/Wolfgang Hentschel

MDR (ls)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 12. November 2023 | 19:00 Uhr

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