Hoffnungsschimmer Waldumbau kommt voran - Mischwald statt Fichten
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09. Oktober 2024, 10:31 Uhr
Innerhalb von zehn Jahren sank die Fichtenfläche in Thüringen um zehn Prozent (alle Zahlen der Bundeswaldinventur hier). Der Borkenkäfer in Verbindung mit Klimawandel und Trockenheit setzte den Fichten zu, wobei Trockenheit auch besonders Buchen schädigte. Die Forstwirtschaft setzt ihre Hoffnung nun auf Artenvielfalt und junge Wälder. Zuwachs ist bei der Eiche zu verzeichnen. Gleichzeitig registriert die Zunft aber auch Veränderungen auf der Abnehmerseite: Die "Säger" erwarteten nicht mehr nur die dicken Stämme für Bretter, und mit neuen Batteriekonzepten zeichnet sich ein möglicher neuer Markt ab, Stichwort Lignin.
Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR Thüringen Journal | 08. Oktober 2024 | 19:00 Uhr
martin vor 24 Wochen
Selbst wenn beim Waldumbau Fehler gemacht werden, die sich erst in Jahrzehnten zeigen, ist es trotzdem besser als nichts zu tun und weiter auf die "bewährten" Monokulturen zu setzen.
martin vor 24 Wochen
Neben dem Wolf wäre es gegen den Verbiss auch hilfreich, wenn größere Teile der Jägerschaft weniger an Trophäen als an den Erhalt des Waldes interessiert wären und den Besatz deutlich verringern würden.
part vor 24 Wochen
Der Wald vermehrt sich von selbst durch die in ihm lebenden Tiere, Eichhörnchen sogen in Monokulturen für einen dichten Bewuchs von Nadelbäumen am Boden und Vögel wiederum verbreiten die Samen von Laubbäumen vermehrt. Besonders der Einsatz von Nisthilfen in den vergangenen Jahren hat hier Wirkung gezeigt. Die Forstwirtschaft muss aber immer noch auf Schonungen ausweichen wegen bestimmter Wildtiere und dem Fehlen des Wolfes zur Dezimierung von Verbiss.