
Rückschnitt Rosen im Frühling schneiden: Fünf Tipps zur Pflege
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25. März 2025, 16:18 Uhr
Auch wenn es in den Fingern kribbelt: Schneiden Sie die Rosen nicht zu früh im Jahr. Wann im Frühjahr der richtige Zeitpunkt für den Rosenschnitt ist und wie Sie die Gartenschere richtig ansetzen.
1. Warum muss ich Rosen schneiden?
Rosen müssen zurückgeschnitten werden, weil sie sonst vergreisen, weniger blühen und anfällig für Krankheiten werden. Ihre Wuchskraft und ihre Blühfähigkeit lassen nach, sie verholzen. Vor allem bei Edel- und Beetrosen ist das auffällig. Ohne Rückschnitt werden die Rosen zu sogenannten Kleiderständern - also tristen Stielen ohne Neutriebe. Wer sich kräftige Triebe mit gesunden, prächtigen Blüten wünscht, muss die Pflanzen also im Frühling zurückschneiden.
2. Wie weit Rosen zurückgeschnitten werden
Beim Schnitt von Edel-, Strauch und Beetrosen gilt: Zählen Sie vom Boden aus drei Augen ab und schneiden Sie dann den Trieb ab - also in einer Höhe von etwa 10 bis 15 Zentimetern über dem Boden.
Triebe, die sich kreuzen, müssen generell entfernt werden. Auch abgestorbene, erfrorene und braune oder kranke Triebe schneiden Sie im Frühjahr bis ins gesunde Holz zurück. Bei Rindenflecken darf ebenfalls mutig die Schere angesetzt werden. Schneiden Sie außerdem Wildtriebe ab, das heißt Triebe, die unterhalb der Veredelungsstelle der Rose aus dem Wurzelstock herauswachsen.
Starke Triebe von Strauchrosen können stark, schwache nicht ganz so intensiv eingekürzt werden. Mutig dürfen auch Kletterrosen zurückgeschnitten werden: Alte Triebe sollten entfernt und Seitentriebe auf zwei Augen zurückgeschnitten werden. Ramblerrosen brauchen gar nicht eingekürzt zu werden.
3. Was beim Rosenschnitt zu beachten ist
Rosentriebe sollten immer leicht schräg abgeschnitten werden. So kann Wasser abfließen und Pilzbildung wird verhindert. Zurückgeschnitten wird etwa eineinhalb Zentimeter über dem gesunden Auge. Bei empfindlichen und schon befallenen Sorten kann nach zwei Wochen mit einem Fungizig gespritzt werden. Insgesamt sollte dreimal im Abstand von drei bis vier Wochen gespritzt werden.
Tipps vom Profi: Düngen & Anhäufeln
Rosen freuen sich, wenn sie vor dem Schnitt gedüngt werden. Im Sommer kann dann ruhig nochmal nachgedüngt werden. Am besten wird dabei Rosendünger, eine Mischung aus organischem und mineralischem Dünger, verwendet.
Anhäufeln ist ein weiterer, fast vergessener Profi-Tipp: Wird Rosenerde im Herbst angehäufelt, schützt das die Gartenköniginnen den Winter über selbst bei Temperaturen von unter Minus 15 Grad Celsius. Wird die Erde dann im Frühjahr vor dem Schnitt verteilt, kommt es zu einer Bodenverbesserung für die nächste Saison.
4. Nicht an Forsythie orientieren: Wann Rosen geschnitten werden
Im Frühjahr ist ein guter Zeitpunkt für den Rückschnitt von Rosen. Bisher konnte man sich dabei an der Forsythienblüte orientierten. Diese setzt inzwischen in vielen Gärten aber früher ein, mitunter schon im Februar. Ein Rückschnitt zu diesem Zeitpunkt erhöht das Risiko von Frostschäden an der Rose. Wer auf sicher sein will, sollte daher die Schere erst im April ansetzen. Im Sommer darf ruhig noch einmal nachgeschnitten werden. Wird Verblühtes dann bis zum nächsten, gut entwickelten Auge zurückgeschnitten, kommt es bei vielen Sorten zu einem zweiten Flor.
5. Das richtige Werkzeug für den Rosenschnitt
Beim Rosenschnitt ist eine scharfe und saubere Schere das A und O. Ein sauberer Schnitt sollte ohne Quetschen gelingen. Scheren, die dieses Kriterium erfüllen, sind häufig sehr hochwertig, können einen aber das Gärtnerleben lang begleiten. Bei älteren Kletterrosen oder abgestorbenen Knubbeln muss manchmal auch zur Astschere oder Säge gegriffen werden.
MDR Garten
Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 20. März 2025 | 19:50 Uhr