Ein Absperrband mit der Aufschrift «Polizeiabsperrung» ist vor einem Polizeiwagen aufgespannt.
130 Polizisten waren in Berlin, Brandenburg und Sachsen an einer Razzia gegen die rechtsextremistische Kleinstpartei Dritter Weg beteiligt. (Symbolbild) Bildrechte: picture alliance/dpa | David Inderlied

Polizeieinsatz Neun Festnahmen bei Razzien gegen Neonazi-Partei Dritter Weg

18. Juli 2024, 15:44 Uhr

Bei Razzien gegen die rechtsextremistische Kleinstpartei Dritter Weg sind in Niesky in Sachsen, Berlin und Brandenburg neun mutmaßliche Gewalttäter festgenommen worden. Sie sollen politische Gegner brutal angegriffen haben.

Im sächsischen Niesky, in Berlin und in Brandenburg hat es Razzien gegen mutmaßliche Unterstützer der rechtsextremistischen Kleinstpartei Dritter Weg gegeben. Polizei und Staatsanwaltschaft teilten mit, es seien neun mutmaßliche Gewalttäter festgenommen worden. Haftbefehle wurden nicht erlassen. Die Verdächtigen wurden nach Abschluss der Polizeimaßnahme wieder freigelassen.

Opfer mit Schlagringen und Schlagstöcken angegriffen

Die Verdächtigen sollen der Jugendorganisation der Kleinstpartei angehören. Sie sollen Anfang des Monats am Berliner S-Bahnhof Ostkreuz mehrere Menschen angegriffen und mit Schlagringen und Schlagstöcken verletzt haben. Auch alarmierte Bundespolizisten sollen angegriffen worden sein.

Zudem sollen die Verdächtigen im Januar an einem politisch motivierten Überfall auf einen jungen Mann im Prenzlauer Berg beteiligt gewesen sein. Sie sollen in geschlagen, getreten und ausgeraubt haben.

130 Beamte im Einsatz

Bei der Razzia durchsuchten insgesamt 130 Beamte zehn Objekte, eines in Niesky, fünf in Brandenburg und vier in Berlin. Dabei stellten sie unter anderem Schreckschusswaffen, Schlagwerkzeuge und Elektroschocker sowie Speichermedien und Propagandamaterial.

dpa, epd (jks)

Frühere Meldungen zum Thema rechtsextreme Parteien

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL – Das Nachrichtenradio | 18. Juli 2024 | 12:00 Uhr

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