Burgenlandkreis Tönnies in Weißenfels nimmt Fleischproduktion wieder auf
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13. Juni 2024, 11:19 Uhr
Im Schlachthof Tönnies in Weißenfels werden wieder Schweine geschlachtet. Die Fleischproduktion war am Mittwoch gestoppt worden, weil es bei eine Tier Verdacht auf die Afrikanische Schweinepest gab. Es war bereits der zweite Verdachtsfall binnen weniger Tage.
Der Schlachthof Tönnies in Weißenfels im Burgenlandkreis hat die Fleischproduktion wieder aufgenommen. Das teilte der Burgenlandkreis mit. Binnen weniger Tage gab es in dem Schlachthof einen zweiten Verdacht auf die Afrikanische Schweinepest.
Am Mittwoch waren deshalb zwei Tiere untersucht worden. Sie hatten bei der Anlieferung Krankheitssymptome gezeigt. Bei der Untersuchung konnten den Angaben nach nun kein Virus oder andere Seuchen festgestellt werden. Mitte vergangener Woche wurde der Betrieb bereits zum ersten Mal eingestellt, weil in einem Zulieferbetrieb in Mecklenburg-Vorpommern die Afrikanische Schweinepest aufgetreten war.
Elf Schweine erkrankt
Laut dem Sprecher waren 11 der rund 160 nach Weißenfels gelieferten Schweine tatsächlich erkrankt. In Absprache mit den Behörden sei daher bis zum Wochenende der Fleischbestand im Tönnies-Werk vernichtet worden, insgesamt rund 1.000 Tonnen.
Tönnies darf eigenen Angaben zufolge zunächst keine Schweineprodukte mehr nach Korea liefern. Die wirtschaftlichen Schäden ließen sich noch nicht absehen. Der Vorfall führt nach Unternehmensangaben daher zu heftigen Einschnitten bei den Deckungsbeiträgen. Weitere Exportverbote in andere Länder drohten.
Keine Gefahr für Menschen
Die Afrikanische Schweinepest ist eine Virusinfektion, die bei Schweinen fast immer tödlich verläuft. Für Menschen ist sie ungefährlich. Weder vom direkten Kontakt mit kranken Tieren noch vom Verzehr von Fleisch, das von infizierten Tieren stammt, geht ein Risiko für die menschliche Gesundheit aus. Dennoch kann der Mensch durch mit dem Virus kontaminierte Lebensmittel zur Verbreitung beitragen. Im September 2020 wurde die Afrikanische Schweinepest erstmals in Deutschland nachgewiesen.
MDR (Martin Naß, Anja Höhne, Lucas Riemer, Cornelia Winkler) | Erstmals veröffentlicht am 7. Juni 2024
Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 13. Juni 2024 | 09:00 Uhr
Ich bins vor 42 Wochen
Ah ja, Tönnies wieder mal. Ich habe da meine Meinung über den Schw....-Baron aus Rheda Wiedenbrück. Würde ich dies hier publik machen, was ich über Tönnies denke, wäre mir eine Privat-Klage von dem Herrn sicher. Da beiße ich mir lieber auf die Zunge, und denke mir mein Teil. Ich Boykottiere und kaufe seit Jahren nicht ein Produkt mehr von der Tönnies-Gruppe(u.a. Gutfried, Könnecke, Böklunder) und wie hier Tilmann´s Weißenfels. Wäre ja an der Zeit das viele andere Verbraucher die Produkte ebenso konsequent boykottieren würden wie ich dies tue.
Micha R vor 42 Wochen
@ steka
"...gibt es denn in Mecklenburg-Vorpommern keine Schlachtbetriebe ?..."
Der letzte große Schlachthof hat dort vor Jahren dichtgemacht:
https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Schlachthof-dicht-Probleme-fuer-Schweinebauern,schlachthof500.html
P.S.:Zum ASP-Fall in MV, siehe
https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Schweinepest-in-MV-Toetung-der-Tiere-bis-Sonnabend,schweinepest642.html
weils so nicht unwidersprochen bleiben darf vor 42 Wochen
Schlicht und einfach, steka, der besseren Effizienz wegen!
Einer der VIELEN Fälle, in denen wirtschaftliche Effizient zugleich ökologische Effizienz ist; was wirtschaftlich vernünftig ist, spart in aller Regel auch Ressourcen. Ähnlich wie z.B.bei Kartoffeln, bei denen sich auch immer wieder Wenigdenkbereite aufregen, dass sie zum Waschen transportiert werden, sie dort zu waschen, wo das Wasser knapp und (deshalb) teuer ist, oder sie gar - (hochgradig uneffizient in jeder Hinsicht!) - durch den Verbraucher zu Hause waschen zu lassen.
Je mehr wir Planung/Logistik den Unternehmen überlassen, desto weniger Verschwendung. So einfach ist das in den meisten Fällen. D.h - so einfach WÄRE es - wenn nicht allerorten Ideologie zu dummen Regelungen führte.