Deutscher Lehrkräftepreis Preis für Quereinsteiger in Görlitz, weil er Schülern KI praxisnah beibringt

31. März 2025, 19:42 Uhr

Der Deutsche Lehrkräftepreis geht an einen Lehrer in Görlitz. Wie die Jury am Montag mitteilte, ist Robert Koegler von der Oberschule Rauschwalde in der Kategorie "Unterricht innovativ" mit dem zweiten Preis ausgezeichnet worden.

Robert Koegler (l-r), 2. Preis in der Kategorie Unterricht innovativ von der Oberschule Rauschwalde in Görlitz (Sachsen), steht neben während der Preisverleihung des Deutschen mit Susanne Lin-Klitzing, Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, und Amy Kirchhoff, Landesschülerrat Sachsen.
Der Görlitzer Informatiklehrer hat den 2. Preis des Deutschen Lehrkräftepreises erhalten. Die Jury lobte seinen innovativen Unterricht zum Thema Künstliche Intelligenz. Bildrechte: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow

Die Jury würdigte damit Koeglers Unterrichtsprojekt zur Künstlichen Intelligenz. Mit diesem habe der Seiteneinsteiger in den Lehrerberuf das Thema den Schülerinnen und Schülern sehr praxisnah und mit einem kritischen Blick nahegebracht.

Ein Lehrer zeigt seinen Schülern den Umgang mit VR-Brillen. 3 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Informatiklehrer bringt Schüler und Experten zusammen

Die Schüler der Klassen 7 bis 10 in Rauschwalde erstellten mithilfe zuvor gelernter KI-Tools virtuelle Rundgänge oder Videobeiträge. Beim umfangreichen Projekt namens "Mediendozent (Ist das Kunst oder kann das KI?)" wurden die virtuellen Technologien kritsich und praxisnah genutzt. Die Jury lobte dabei, dass Koegler seinen Schülern KI nicht nur theoretisch aufzeige, sondern sie anregte, eigene Inhalte zu erstellen und zu hinterfragen. Als Zweitlehrer hatte Koegler IT-Experten aus der Lausitz dazugeholt, die den Schülern Praxistipps gaben.

Das Projekt ist ein bemerkenswert innovatives Beispiel für praxisnahe KI-Bildung im Unterricht.

Jury

Robert Koegler, gibt während der Preisverleihung des Deutschen Lehrkräftepreises ein Interview.
Robert Koegler unterrichtet seit sieben Jahren an der Oberschule Rauschwalde in Görlitz Informatik. Bildrechte: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow

Projekt kann andere Schulen inspirieren

Die Schüler haben durch das Projekt der Jury zufolge nicht nur viele Kompetenzen erworben, wie etwa mit Medien umzugehen oder die Arbeit im Team. Langfristig könnten die jungen Leute das erworbene Wissen auch in anderen Fächern sowie im späteren Berufs- und Privatleben nutzen. Das Projekt könne zudem andere Schulen zu ähnlichen, innovativen Unterrichtskonzepten inspirieren.

MDR (phb)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 31. März 2025 | 19:00 Uhr

4 Kommentare

km75 vor 3 Tagen

Glückwunsch dem Lehrer!
Anerkennung und Respekt dem Lehrerkollegium und der Schulleitung!
Der Preis ist das Ergebnis eines vertrauensvollen Miteinanders erfahrener Lehrkräfte und Seiteneinsteiger im Interesse des Bildungsniveaus an Schulen, besonders in Sachsen.
In dieser Görlitzer Oberschule können nicht nur Schüler etwas lernen!!!

Anita L. vor 3 Tagen

"Und da zeigt sich mal wieder: Es braucht nicht zwingend ein Lehramtsstudium, um ein guter Lehrer/in zu sein."

Vorsicht: Nicht vom einzelnen auf das Allgemeine schließen.

Pattel vor 3 Tagen

Gute Idee...zum1.

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