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MDR FERNSEHEN Mo 24.03.2025 07:25Uhr 01:23 min

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Fußball | Sachsenpokal Genugtuung und viel Frust nach dem Leipziger Derby

24. März 2025, 09:51 Uhr

4:1 in Leipzig-Leutzsch - das ging bei Fans, Spielern und dem Trainer des 1. FC Lok Leipzig runter wie Öl. Der Derbysieg könnte nun im Kampf um den Staffelsieg neue Kräfte freisetzen. Eine ganz andere Stimmungslage herrschte bei der BSG Chemie Leipzig, die insgesamt chancenlos blieb und sich nun auf den Abstiegskampf in der Liga konzentrieren muss.

Der 1. FC Lok Leipzig hat ein Statement gesetzt. Beim großen Rivalen in Leutzsch siegte das Team von Trainer Jochen Seitz mit 4:1. Neben dem Einzug ins Halbfinale des Sachsenpokals könnte der Sieg auch zusätzlichen Dampf im Kampf um einen möglichen Drittliga-Aufstieg geben. Denn der Druck war nicht gering, nachdem die letzten beiden Auswärtsspiele in Zwickau und Babelsberg verloren gegangen waren.

Lok Leipzig und sein Team feiern den Sieg.
Lok Leipzig feiert den Derbyiseg in Leutzsch. Bildrechte: IMAGO / Beautiful Sports

Aber im Alfred-Kunze-Sportpark war Lok wieder voll da. Das sah auch Stefan Maderer so, der erst spät eingewechselt wurde und das vorentscheidende 3:1 erzielte: "Wir wussten, was auf uns zukommt. Ein schwieriger Platz, ein enges Stadion und fast alle Zuschauer gegen uns. Wir haben gespielt wie ein Spitzenreiter und Favorit. Spielerische Qualität war eher weniger, dafür waren wir kämpferisch voll da."

Djamal Ziane: "Lok-Herz blüht nochmal auf" 

Das war der Schlüssel zum Erfolg. Lok versuchte nicht, Chemie mit seinen spielerischen Mitteln in die Schranken zu weisen. Die Gäste standen tief und sicher, spielten auch gern mal den einfachen, weiten Ball. Genau die richtige Taktik von Trainer Seitz, der zudem mit dem Startelfeinsatz von Djamal Ziane goldrichtig lag.

Das Urgestein von Lok besiegte seinen Chemie-Fluch, bisher traf er nur einmal gegen die BSG - ins eigene Tor. Ziane sprach von einem Bilderbuchstart - er traf nach 17 Sekunden - und einem Bilderbuchtag. "Die Taktik ging voll auf, auch wenn es nicht immer schön war. Wir haben jeden Meter umgegraben. Wir hatten immer alles im Griff. Das Lok-Herz blüht nochmal sehr auf."

Djamal Ziane 1 min
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Lok-Torschütze Ziane "Der perfekte Tag"

"Der perfekte Tag"

Djamal Ziane und Chemie Leipzig, das passte bisher nie. Und dann erzielte der Stürmer nach 17 Sekunden die Führung für Lok Leipzig. Nach dem Spiel freute sich der Routinier auf ein Kaltgetränk.

Sport im Osten So 23.03.2025 15:25Uhr 01:00 min

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Für den Vater des Erfolges, Jochen Seitz, war es das erste Derby in Leutzsch. "Wir wollten unbedingt ins Halbfinale. Das Spiel hatte Rasse und Klasse, hitzig, aber alles im Rahmen", sagte Seitz auf der Pressekonferenz und war "richtig happy, dass wir dieses schwierige Auswärtsspiel bestanden haben". Viel Zeit zur Freude bleibt Lok nicht. Am kommenden Sonntag geht es im Plache-Stadion gegen den ZFC Meuselwitz wieder um wichtige Punkte in der Regionalliga.

Jochen Seitz 1 min
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Jochen Seitz strahlte nach dem Sieg bei Chemie Leipzig: "Wenn man so überzeugend beim Stadtrivalen gewinnt, war das das richtige Statement." Das sei nach zwei Auswärtsniederlagen in Folge sehr wichtig gewesen.

MDR FERNSEHEN So 23.03.2025 16:12Uhr 01:23 min

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Chemie-Keeper Bellot: "War eher pure Dummheit von uns" 

Die BSG Chemie Leipzig ist bereits am Mittwoch in Greifswald gefordert. Die Stimmung ist aktuell natürlich im Keller. "Diese beschissene Saison, am Pokal haben wir uns hochgezogen", sagte ein sichtlich angefressener Keeper Benjamin Bellot: "Dann auch gegen die 'Heikos' von dort zu verlieren, tut besonders weh. Ich weiß nicht, ob es individuelle Klasse war oder pure Dummheit von uns. Ich denke, eher zweiteres." Den Routinier nervte besonders, dass nach dem 1:3 "nicht mehr viel Gegenwehr kam".  

Enttäuschte Chemie-Spieler nach der Niederlage -  Florian Brügmann und Torwart Benjamin Bellot
Enttäuschte Chemie-Spieler nach der Niederlage gegen den Stadtrivalen Lok. Bildrechte: Picture Point

Schwere Liga-Aufgaben in Greifswald und Altglienicke 

Interimstrainer David Berger fasst die Gemütslage so zusammen: "Alle sind traurig und konsterniert. Wir wollten einen Fight liefern, das haben wir teilweise gemacht. Das ist ein Wirkungstreffer, reife Leistung von Lok, hier zu bestehen."

David Bergner 2 min
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Die große Aufgabe ist nun, die Mannschaft wieder aufzurichten, denn im Abstiegskampf sind die Leutzscher bei 26 Punkten noch nicht sicher durch. Es warten englische Wochen mit zunächst zwei Auswärtsspielen in Greifswald und Altglienicke. Und dann geht es schon wieder zuhause gegen Lok, mit dem neuen Trainer Adrian Alipour.   

Benjamin Bellot 2 min
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rei

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | SPORT IM OSTEN | 23. März 2025 | 14:20 Uhr

24 Kommentare

NeuerHeip Gestern

Also die Worte von Maderer klingen ein wenig wie als sei der Wechsel nach Leipzig wie ein Schritt ins richtige Leben.

Die Liga ist attraktiv und ich halte genau deswegen gar nichts davon, das aufzugeben.

Des Hannchens Buridan Gestern

Mich dünkt, selbst im Forum des Fanklientels des 1.FC Lokomotive Leipzig hat man Verständnis auf die Äußerung von Herrn Bellot da desssen Familie während des Spiels von volltrunkenen Subjekten aus dem Lokomotive Leipzig Fanblock aufs übelste beleidigt wurde.

Lok-Frank, Alter Sachse und SGDHarzer-würden Sie Ihren Horizont bitte dahingehend erweitern und hier nicht weiter in Richtung unterste Schublade agieren ?

chemiker1964 vor 2 Tagen

Benjamin ich kann das durchaus nachvollziehen. Was da in Halbzeit 1 teilweise aus dem Gästeblock gekommen ist... Also wenn man jemanden Beleidigt kann ich das noch nachvollziehen. Aber ihn anzuspucken und dann was von Toleranz zu erzählen. Das halten ich doch für etwas zwiespaltig. Klar es ist Derby und da muss man einiges ab können. Aber jemanden wie die Lama's zu bespucken spiegelt die Gesellschaft wieder. Respekt sollte von beiden Seiten kommen. Und ist keinen Einbahnstraße. Sportlich ist Lok der verdienten Sieger... Da gibt es keine 2 Meinungen.. So sportlich wünschen ich denn Bruno's viel Erfolg und krönt die Saison ihre hätte es verdient.. Grüße aus dem Unterholz