
Wissen-News Weltweit erster Fall einer Gehirnerkrankung durch Fentanyl-Inhalation dokumentiert
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30. April 2024, 15:14 Uhr
Fentanyl ist ein Opioid, das in den USA zunehmend als Rauschmittel verwendet wird und zu vielen Todesfällen geführt hat. Nun gab es dort den ersten Fall einer Leukenzephalopathie nach Inhalation des Schmerzmittels.
Bei dem Fall handelt es sich um einen 47-jährigen Mann, der am 25. Februar 2023 in die Notaufnahme der Oregon Health & Science University eingewiesen wurde, nachdem er in einem Hotelzimmer während einer Geschäftsreise kollabiert war. Nachdem er stabilisiert werden konnte, suchten die Ärzte nach dem Grund für den Kollaps. Nun steht die überraschende und präzendenzlose Diagnose fest: toxische Leukenzephalopathie (eine Erkrankung der weißen Substanz des Gehirns) nach Inhalation von Fentanyl.
Fentanyl kann für fast jeden zum Problem werden
Durch die Einnahme von Fentanyl entzündeten sich somit offenbar so große Teile des Gehirns, dass der Patient das Bewusstsein verlor und ein irreversibler Verlust von Gehirnfunktionen bis hin zum möglichen Tod kurz bevorstand. Ähnliche Fälle waren zuvor schon nach der Inhalation von Heroin dokumentiert worden, aber nicht bei Fentanyl, das sich in den vergangenen Jahren in den USA und zunehmend auch in Deutschland als illegales Rauschmittel etabliert hat. Das Problem bei Fentanyl ist, dass es im Vergleich zu Heroin billiger, leichter zu erwerben und etwa fünfzigmal so tödlich ist.
"Der Konsum von Opioiden, besonders Fentanyl, ist zu einem großen Stigma geworden", erläutert der Studienautor Chris Eden. Der Fall des 47-jährigen Mannes aus der Mittelklasse, der zudem Kinder hat und Fentanyl zum ersten Mal konsumiert, zeige jedoch, dass das fast jeder Mensch potenziell zum Konsumenten des Opiods werden könne. Und auch wenn es sich um den ersten dokumentierten Fall einer Leukenzephalopathie nach Fentanyl-Einnahme handele, sei es wahrscheinlich, dass Ähnliches zuvor schon passiert und nur nicht aufgefallen sei. "Wir kennen die klassischen Nebenwirkungen von Opiaten gut: Atemwegsbeschwerden, Verlust des Bewusstseins, Orientierungslosigkeit", erklärt Eden. "Aber wir denken normalerweise nicht an möglicherweise irreversible Hirnschäden, wie in diesem Fall."
Links/Studien
Die Studie "Clinical and neuroradiographic features of fentanyl inhalation-induced leukoencephalopathy" ist im Fachjournal "BMJ Case Reports" erschienen.
cdi
Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR Aktuell | 11. Februar 2024 | 07:30 Uhr
MDR-Team am 02.05.2024
Vollkommen richtig, lieber Michael The Vet,
Die Pille enthält Fenetyllin, ein synthetisches Amphetamin, Koffein und andere Stimulanzien. Die Wirkung von Captagon auf das Nervensystem ist ähnlich wie die von Amphetamin. Als Psychostimulans kann Captagon zu Euphorie, erhöhter Wachsamkeit und gesteigerter körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit führen.
https://www.dw.com/de/die-droge-captagon-gibt-es-auch-in-deutschland/a-67802250
Liebe Grüße
Michael The Vet am 02.05.2024
Der Autor des Artikels unterscheidet nicht zwischen Prävalenz und Inzidenz.
Eine einfache Google Suche hätte ergeben, dass jeden Tag tausende von Konsumenten mit Fentanyl verschnitten des Cannabis einatmen. Zusätzlich zu der Praxis in den USA, Fentanyl direkt zu inhalieren.
In Relationen zu dem einzigen dokumentierten Fall dieser Studie besteht dann keine Signifikanz mehr.
Die beschriebene Erkrankung per Zufall zu bekommen, ist wahrscheinlicher.
Auf die Risiken von Drogen medial einzugehen ist zwar nett gemeint, aber die Studie als Grundlage gibt das nicht her.
Auch sollte so ein Einzelfall nicht eine Pressemitteilung wert sein, das schmälert die Relevanz der vielen anderen Berichterstattungen zu dem Thema.
Für mich persönlich ist diese Artikel ein Clickbait.
Das Thema und dieser Artikel scheint mir von einer künstlichen Intelligenz generiert, medizinisch laienhaft übersetzt und oberflächlich nachbearbeitet zu sein.
Sollte es nicht der Fall sein, gerne ein Antwort Kommentar dazu.
kleinerfrontkaempfer am 01.05.2024
Diese "Droge" hat als Arzneimittel Captagon einst in der alten, gebrauchten BRD ihren Anfang genommen.
War u.a. auch in der Fußballprofiszene weit verbreitet.
Und nun kehrt es als profitables Rauschmittel zurück.
U.a, auch aus den Nahen Osten wo sich Produktions/Logistikbasien in großem Ausmaß befinden.