
Kultur Causa Montavon: Erfurt legt Berufung gegen Gerichtsentscheidung ein
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24. März 2025, 11:53 Uhr
Dreimal hat die Stadt Erfurt dem früheren Theater-Intendanten Guy Montavon bereits gekündigt. Der Fall soll, so will es das Landesarbeitsgericht, vor dem Arbeitsgericht verhandelt werden. Das sieht die Stadt Erfurt anders und streitet weiter um die Zuständigkeiten.
Die Stadt Erfurt streitet weiter um die Zuständigkeit der Gerichte in der Causa des gekündigten Theater-Intendanten Guy Montavon. Die Stadt hat Berufung gegen die Entscheidung des Landesarbeitsgerichts eingelegt, wie ein Sprecher MDR THÜRINGEN am Montag mitteilte.
Das Landesarbeitsgericht hatte im Januar entschieden, dass für das Kündigungsverfahren das Arbeitsgericht zuständig ist. Das sieht die Stadt anders und hat Rechtsmittel eingelegt. Sie möchte den Fall gern am Landgericht Erfurt verhandelt wissen. Nun muss das Bundesarbeitsgericht über die Zuständigkeit entscheiden. Erst wenn das geschehen ist, könne ein Gütetermin festgelegt werden, heißt es.
Stadt Erfurt legt Millionenbetrag zurück
In dem Streit um die Zuständigkeit der Gerichte geht es darum zu klären, was ein Generalintendant im arbeitsrechtlichen Sinn ist. Laut Landesarbeitsgericht ist er als Generalintendant Arbeitnehmer der Stadt Erfurt und kein Geschäftsführer. Für Vertragsangelegenheiten von Geschäftsführern sind die Zivilkammern an den Landgerichten zuständig, für Kündigungen von Arbeitnehmern sind es die Arbeitsgerichte.
Der frühere Generalintendant Guy Montavon wehrt sich gegen seine außerordentlichen Kündigungen. Laut Stadt ist dem Theater-Mann inzwischen dreifach gekündigt worden. Ihm werden demnach sexuelle Verbalattacken und Machtmissbrauch vorgeworfen. Außerdem soll es um finanzielle Ungereimtheiten am Theater gehen. Die Stadt Erfurt legt derzeit einen Millionenbetrag zurück für den Fall, dass sie den Rechtsstreit verlieren sollte.
MDR (kir,jml)
Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 24. März 2025 | 10:30 Uhr
Gucker vor 2 Tagen
Drei außerordentliche (fristlose?) Kündigungen gg Montavon haben nicht gezogen? Könnte es vielleicht daran liegen, dass gg Montavon nichts wirklich Handfestes vorliegt? ... sicher, Hr. M. war kein Waisenknabe, die Vorhaltungen sind sicher nicht aus der Luft gegriffen. Aber bspw. gibt es zum Vorwurf der verbalen sexuellen Übergriffe bis heute keine einzige Anzeige von Betroffenen. Wer Hr. M. wirklich juristisch dingfest machen will, der braucht Beweise, da müssen Ermittlungen wg. Anzeigen geführt werden. Aber wenn es keine Anzeigen gibt, dann wird Hr. M. ungeschoren davon kommen. Im Nachgang war der Aktionismus der früheren Gleichstellungsbeauftragten Witzmann ein unprofessionelles Eigentor. Die Stadt ist gut beraten, dass sie sich eine nennenswerte Rücklage für diesen Prozess anlegt. Die 1,5 Mio werden mit großer Wahrscheinlichkeit gebraucht.
MAENNLEiN-VON-DiESER-WELT vor 2 Tagen
Ach, ähm, gilt in den weiteren Verfahren :
— Amerikanisches Recht,
— Schweizer Vertragsrecht,
— Faustrecht ?
Also, nun ja, nur mal so, um die Verständlichkeit dieser Streitereien
klarer zu durchblicken, denn ein Theaterbetrieb ist ja auch „nur“ ein
besseres Verwaltungsobjekt, das sich Handels- und IHK-Recht und
bürgerlichem Gesetzbuch unterwerfen könnte, wenn seine „Hausspitzenbeamten“ mit unlauteren Rechtsgütern
handeln …
… oder kann das Erfurter Rathaus oder das Theater
zwangsversteigert werden, wenn der Mann gewinnt,
seine Forderungen durchsetzt und die Kommune
mit dem Eigenbetrieb unterliegt❓
„Gesamtschuldnerische Haftung“ des Erfurter Stadtrates wäre auch in dieser Sache spannend …
Ach,
manchmal ist es echt schön, so vom Balkon aus vermeintlich
„dummes Zeug“ zu schreiben — wie die beiden Alten in der
„MUPPET-SHOW“ nach der verpatzten Show … ! 🤠 🎭 🤠
P.S. :
Nicht vergessen :
am Freitag (27. Merz)
ist WELT-THEATER-TAG ‼️ (( WELTWEiT❗️)) 🤡
astrodon vor 2 Tagen
@Maennlein: "am Arbeiten gehinderter" - haben Sie Berufverbot? Oder warum können Sie kein Engagement eingehen?
"und um die Abfindungen geprellter" - Abfindung wofür? Und wer hat Sie geprellt?
Alle nebulös, macht sich aber gut ...
PS: Hoffentlich gewinnt die Stadt und darf König Guy I. mit nichts als dem schönen "Für Ihre weitere berufliche zukunf wünschen wir Ihnen alles Gute" verabschieden.